
Das Zen - Dôjô Osnabrück
Das Zen-Dôjô Osnabrück wurde 1988 auf Initiative von
Zen-Meister Ludger Tenryu Tenbreul gegründet.
Seit 2004 befindet es sich in den gegenwärtigen Räumlichkeiten.
Das Dojo Osnabrück erhielt dabei den Namen Ryuondo (Drachenklanghalle).
Geleitet wird das Dojo von Zen Mönch Peter
Kosen Sieve, der langjähriger Schüler von Meister Tenryu Tenbreul
ist..
Im Zen-Dojo Osnabrück praktizieren etwa zwanzig Mönche und
Laien regelmäßig Zazen. Seit 1996 besitzten wir den Status
eines gemeinnützigen Vereins unter dem Namen Zen-Dojo Osnabrück
e.V.. Aufgabe des Vereines ist es, Übenden die
Möglichkeit zu geben, unter Anleitung und mit anderen Menschen
Zazen im täglichen Leben zu üben.
Das Zen-Dôjô Osnabrück ist der Zen-Vereinigung
Deutschland e.V. assoziiert. Diese wurde 1984 gegründet, um die
Praxis des Zen in Deutschland zu fördern. Sie steht in der Tradition
des Soto-Zen, das von Dogen-Zenji im 13. Jahrhundert von China nach Japan
überliefert wurde. Taisen Deshimaru Roshi übermittelte diese
Praxis von 1967 bis zu seinem Tode 1982 in Europa. Sein langjähriger
Schüler L. Tenryu Tenbreul -von Shuyu Narita Roshi als Übermittler
des Dharma bestätigt- gibt heute Meister Deshimarus Lehre in Deutschland
weiter.
Was ist Zen?
Meister T. Deshimaru Hei Jo Shin Kore Do(Gerade der gewöhnliche Geist ist der Weg)
Die Essenz des Zen besteht aus einer Praxis der korrekten Meditation:
Zazen. Zazen bedeutet, in einer Haltung tiefer Konzentration einfach zu
sitzen. „Einfach" heißt, Körper und Geist sind intensiv einbezogen,
konzentriert, versenkt in die Zazenhaltung. Körper und Geist sind
völlig wach und vereint in der kraftvollen Stille der gegenwärtigen
Zeit, des Seins. Körper und Geist sind im Urgrund des Lebens verankert,
ungebunden durch das Erreichenmüssen eines Ziels, nicht begrenzt durch
das Bewußtsein, das alles zählen und messen muß, ohne
Streben nach einem speziellen Gewinn.
Um die Zazenhaltung einzunehmen, benutzt man/frau ein rundes Kissen.
Die Beine werden gekreuzt, die Wirbelsäule ist gerade und aufrecht,
in einer natürlichen Spannung gestreckt. Der Kopf wird gerade gehalten,
das Kinn leicht zurückgezogen, der Nacken gestreckt. Die Aufmerksamkeit
des Sitzenden ist konzentriert auf die Haltung sowie auf eine lange und
tiefe Ausatmung. Die im Geist erscheinenden Bilder werden weder abgelehnt
noch verfolgt. Durch die Konzentration auf die Haltung und Atmung, auf das
Sitzen, löst sich der Geist aus der Verwicklung in Gedanken und Bilder.
Körper und Geist finden zum ursprünglichen, vitalen Zustand zurück.
Die vitale Funktion der sechs Sinne, die vitale Funktion des ganzen Menschen
wird erneuert. Zen kann weder in Begriffe gezwängt, noch durch den
Verstand wiedergegeben werden, man/frau muß es vielmehr ausüben.
Zen ist ganz wesentlich eine Erfahrung. Zen-Meister Dogen, der im 13. Jahrhundert
das Zen in Japan einführte, hat gesagt: „Zen erlernen, ausüben
heißt uns zu finden, und finden heißt uns vergessen, uns vergessen
heißt Buddhanatur, unsere ursprüngliche Natur, finden.
Was ist ein Dôjô?
Das Dôjô ist der Ort der Übung des Weges. Wenn man/frau
das Dôjô betritt, um Zazen zu üben, ist es wesentlich,
sich auf die Handlungen genau zu konzentrieren, hier und jetzt. Man/frau
geht zum Platz, drückt durch Gassho seinen Respekt und Dank gegenüber
den anderen aus, setzt sich aufs Kissen und beginnt mit Zazen.
Im Dôjô gibt es keine Gegensätze von Geschlecht und
Rasse, von groß und klein, von intelligent und dumm. Das wesentliche
ist die Zazenhaltung und die gemeinsame Übung. Im Zen ist es nicht wichtig
der Erste zu sein oder sich von anderen abheben zu wollen. Man ist allein
und doch mit den anderen zusammen. Unbewußt, natürlich, von
selbst kann man so die wechselseitige Abhängigkeit aller Dinge untereinander
verstehen, durch den Körper, durch unsere eigenen Knochen und Sehnen,
mit jeder Körperzelle. Durch die Praxis im Dôjô, die Übung
mit Körper und Geist, die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit in jeder
Haltung findet unser Gehirn sein tiefes, ursprüngliches Gleichgewicht
wieder, das Bewußtsein wird ruhig, tief und umfassend. Wir können
unseren Geist, unser Leben durch diese Übung lenken, statt durch unsere
Wünsche und Ängste bestimmt zu werden. Wir können die Hast
und Unsicherheit, die uns nicht zur Ruhe kommen läßt ablegen.
Wenn wir uns für diese Praxis eine tiefe Gewohnheit schaffen,
so ist das Dôjô kein irgendwo begrenzter Ort, sondern durch
diese Geisteshaltung wird unser Leben zum Dôjô, zu unserem
authentischen Lebensweg.
Aktivitäten
Zazen: Sitzen in Stille, KonzentrationKin-hin: Konzentration im Gehen
Kusen: mündliche Zen-Unterweisung
Zeremonie: Rezitation traditioneller Sutren
Samu: Konzentration auf manuelle Arbeit
Sesshin: Mehrere Tage intensiver Zen- Praxis
donnerstags 20:00 - 21:30
sonntags 20:00 - 21:30
mittwochs, freitags 6:45 - 7:45 nach Vereinbarung
Einführung nach Vereinbarung
Kontakt:
Peter Sieve 04442/3148
Ralf Steiner 0541/430389 (Fax/AB)
Zen- Dôjô Osnabrück e.V.
Katharinenstr. 48
49078 Osnabrück