ZEN - Dôjô Osnabrück

Was ist ein Dôjô

Was ist ein Dôjô

Das Dôjô ist der Ort der Übung des Weges. Betritt man das Dôjô, um Zazen zu üben, ist es wesentlich, sich auf die Haltung von Körper und Geist im gegenwärtigen Moment zu  konzentrieren - hier und jetzt. Man geht zu seinem Platz, drückt durch gassho seinen Respekt und Dank gegenüber den anderen Mitpraktizierenden aus, setzt sich auf sein Kissen und beginnt mit Zazen.

Im Dôjô gibt es keine Gegensätze von Geschlecht und Rasse, von groß und klein, von intelligent und dumm. Das Wesentliche ist die Zazenhaltung und die gemeinsame Übung. Im Zen ist es nicht wichtig der Erste zu sein oder sich von anderen abheben zu wollen. Man ist allein und doch mit den anderen zusammen. Unbewußt, natürlich, von selbst kann man so die wechselseitige Abhängigkeit aller Existenzen untereinander verstehen - durch Geist und Körper, durch Knochen und Sehnen, mit jeder Zelle.des Körpers. Durch die Praxis im Dôjô, die Übung mit Körper und Geist, die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit in jeder Handlung, findet unser Gehirn sein tiefes, ursprüngliches  Gleichgewicht wieder. Das Bewußtsein wird ruhig, tief und umfassend. Wir können unseren Geist, unser Leben durch diese Praxis durchdringender verstehen, statt durch unsere Wünsche und Ängste bestimmt zu werden. Wir können Hast und Unsicherheit, die uns im alltäglichen Leben umtreiben, abfallen lassen.
Wenn wir für diese Praxis eine tiefe Gewohnheit schaffen, ist das Dôjô kein begrenzter Ort, sondern durch die Haltung von Körper Geist wird unser Leben selbst zum Dôjô, zu unserem authentischen Lebensweg.